Einzelbetreuung junger Menschen in Krisensituationen

Seit 1994 werden junge Menschen in Krisensituationen durch eine „Intensive Sozialpädagogische Einzelfallhilfe“ (ISE) betreut. Die Einzelbetreuung ist vorrangig eine Unterstützung in der Zeit der Pubertät. Hier treten meist die ersten Konflikte auf, die manchmal vom Familiensystem nicht mehr aus eigener Kraft bewältigt werden können. Die daraus resultierenden Spannungen und Krisen äußern sich in Familienstreitigkeiten, Schulverweigerungen, Suchtmittelmißbrauch, Delinquenz oder depressive Symptomatiken. Psychische Probleme unterschiedlichster Ausprägungen sind nicht selten vorhanden.
Ziel der Einzelbetreuung ist es, mit dem jungen Menschen eine positive Stabilisierung seiner Lebenssituation herbeizuführen und ihn bei der Entwicklung eigenständiger Lebensperspektiven und -inhalte zu unterstützen. Zugleich soll durch die Betreuung der Verbleib in der Familie und im sozialen Umfeld soweit als möglich gewährleistet werden.

Dies umfasst für den/die Jugendliche(n) / Heranwachsenden je nach Bedarf die Unterstützung und Begleitung im Alltag von Familie, Schule, Ausbildung, Freizeit etc., die Auseinandersetzung mit individuellen Wünschen, Bedürfnissen und Notwendigkeiten, auch bezüglich Ihrer Zukunftsplanung, die Einübung von Konfliktbearbeitungsstrategien und die Förderung vorhandener Fähigkeiten und Stärken, die Stärkung des Selbstwertgefühls, Reflexion von Selbst- und Fremdwahrnehmung, die Förderung und Erweiterung sozialer Kompetenzen.
Eine wesentliche Voraussetzung hierfür ist der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zwischen dem jungen Menschen und der pädagogischen Fachkraft.
Jugendförderverein und das Jugendamt gestalten nach dem individuellen Hilfebedarf des jungen Menschen diese Maßnahme.

Kontakt: Uschi Groß

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